Soziale Medien: Alles überall? Oder strukturiert und differenziert?

Seit ich auf verschiedenen sozialen Plattformen unterwegs bin, habe ich eine gewisse Vorstellung davon, wie ich meine Kanäle nutzen möchte: Welche Beiträge gehören wohin? Wo darf es persönlicher sein, wo sollte es primär um politische/berufliche Themen gehen?

In der Praxis zeigte sich jedoch schnell, dass diese Trennlinien nicht immer einfach einzuhalten sind. Für mich wichtige Neuigkeiten, spontane Erlebnisse oder schlicht der Wunsch, möglichst viele Menschen zu erreichen, führten immer wieder dazu, dass Beiträge plattformübergreifend erschienen – und nicht selten war die Versuchung gross, Inhalte „zur Sicherheit“ überall zu veröffentlichen.

Ob das immer sinnvoll ist? Vermutlich nicht. Instagram ist nicht LinkedIn, Facebook nicht BlueSky. Jede Plattform ist anders ausgerichtet, hat eigene Formate, eigene Communities – und Menschen entscheiden sich bewusst dafür, hier dabei zu sein – und dort nicht. Das heisst auch: Wer alles überall teilt, holt nicht überall alles raus, sondern verpasst die Chance, welche die Differenzierung nach Kanälen bietet. Nämlich eine klare und facettenreiche Kommunikation.

Darum – und durchaus auch als persönliches Experiment – werde ich versuchen, meine Kanäle in Zukunft differenzierter zu bespielen. Politisches und berufliches dort, wo es hingehört; persönliche Einblicke primär auf jenen Plattformen, die dafür geschaffen wurden. Ich bin gespannt, ob das funktioniert, und, wie sich das auf meine Kanäle auswirkt.

© 2026 Thomi Jourdan